Massive Mängel: Notaufnahme, Neurologie und Entlassmanagement
- Pro:
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Ich möchte meine Erfahrungen teilen, da die Abläufe von der Aufnahme bis zur Entlassung erhebliche Sicherheitsmängel aufwiesen:
1. Gefährliche Verzögerung in der Notaufnahme:
Die Patientin (82 J.) wurde mit massivem Bluthochdruck, Sprachstörungen und einer Gesichtsverletzung eingeliefert. Obwohl Sprachstörungen ein klares neurologisches Warnsignal sind, wurde wertvolle Zeit mit fachfremden Untersuchungen (HNO) verbracht. Die lebensnotwendige Diagnostik des Kopfes, die schließlich eine Hirnblutung bestätigte, erfolgte erst mit stundenlanger Verzögerung und ausschließlich auf massives Drängen der Angehörigen. Ohne dieses beharrliche Fordern wäre die Patientin ohne neurologische Untersuchung nach Hause geschickt worden.
2. Risikoreiche Entlassung ohne Verlaufskontrolle:
Während des stationären Aufenthalts kam es erneut zu massiven Blutdruckspitzen (über 200 mmHg). Trotz dieser Belastung für die Blutung wurde eine abschließende radiologische Verlaufskontrolle verweigert. Ein Kontroll-CT zur Sicherstellung der Stabilität wurde trotz mehrfacher Bitte abgelehnt. Die Patientin wurde ohne aktuelle diagnostische Absicherung entlassen.
3. Kommunikation und Hierarchie-Probleme:
Die Kommunikation der Stationsärzte war wenig lösungsorientiert und herablassend gegenüber fachlichen Sorgen. Positiv hervorzuheben ist das Beschwerdemanagement der Klinik, das sich sehr bemüht hat zu vermitteln. Leider stieß dieses jedoch aufgrund der krankenhausinternen Hierarchien an seine Grenzen; die behandelnden Ärzte ließen sich auch durch die Vermittlungsversuche nicht zu einer patientenorientierten Lösung bewegen.
Fazit:
Aufgrund der mangelnden Sorgfalt in der Notaufnahme und der verweigerten Absicherung bei Entlassung kann ich dieses Haus nicht empfehlen. Wir organisieren die notwendige Sicherheit nun ambulant über den Hausarzt.


1 Kommentar
Nachtrag:
30 Stunden nach der OP gab es endlich das erste Gespräch mit dem zuständigen Arzt(doch keine Ärztin, wie mir erst gesagt wurde) und die gewünschten Informationen wurden mir endlich mitgeteilt.
Besser spät als nie.
Fazit : Wer kein Interesse hat sich mit seiner OP auseinander zu setzen oder wissen will was genau mit einem geschieht und einfach nur "heile gemacht werden will",
der ist hier wohl richtig .